A weblog by pogrzeba*net

Google BUZZtelt weiter

google-buzz

Google hat sich mit seinem neuen Dienst Buzz nicht nur Freunde gemacht. Während der neue interaktive Dienst vielerortens, besonders in der Interactive-Community, mehr als gehypet wird, sehen andere die konsequente Verglasung der Nutzer, die durch die neuen Services vorangetrieben werden, als sehr kritisch an.Tatsächlich mutet die Art und Weise, wie Google Buzz darüber entscheidet, welche Informationen und Kommunikations-Stränge des Nutzers nach außen veröffentlicht werden, schon mittelmäßig unverfroren an.

Nachdem das allgemeine Feedback der User und der Presse dann doch eher der Natur war, dass man die eigenmächtige potentielle Veröffentlichung des eigenen Google Mailverkehrs nicht unbedingt noch mit wehenden Fahnen begleiten wollte, hat der Google-Konzern nun reagiert und etwas zerknirscht eingeräumt, dass man vielleicht doch etwas vorschnell eine noch zugegebenermaßen unreife Version von Google Buzz veröffentlicht hatte – und nun beschlossen hat, umfassend nachzubessern. Nun denn, man BUZZtelt also wieder. Und weiter.

Gravierend ist meiner Meinung nach nur durchaus, dass der aktuelle Zeitgeist scheinbar so ist, dass allgemein eine gewisse Laxheit und große Offenheit im Umgang privater Daten vorherrscht. Was von Menschen wie Herrn Zuckerberg, seinerseits Facebook-Gründer, mehr oder weniger genau so gesagt wurde: Man habe die neuen Facebook-Nutzungsbedingungen deshalb viel Nutzer-Daten-offener gestaltet, weil das ja schließlich derzeitiger Zeitgeist sei – und deshalb implizit so gewünscht.

Ich finde in diesem Zusammenhang nur die kritiklose Huldigung von Social Media gerade in der Riege derer, die selbst Online-Medien gestalten, konzipieren und umsetzen, irgendwie fragwürdig. Wer, wenn nicht wir Medienschaffenden, sollte kritischer mit den Medien ins Gericht gehen?

Similar posts