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What’s in: Adobe Creative Suite 5 – Photoshop

Das für Frühjahr 2010 angekündigte große Produktupdate der Creative Suite aus dem Hause Adobe versprach schon im Vorfeld so manche bahnbrechende Neuerung. Mit der konsequenten Bündelung der von Adobe im Laufe der Zeit akquierten Kreativsoftware-Produkte (Flash oder das in Illustrator aufgegangene Freehand) im Produktbundle Creative Suite geht Adobe seit einigen Jahren den – von Agenturen in den 90ern und frühen 00er-Jahren schmerzlich herbeigesehnten – Weg der Symbiose und Synergie in der kreativen Arbeit. Eine der wesentlichen und herausragenden Eigenschaften der Creative Suite ist der einfache Austausch und das immer besser werdende Zusammenspiel zwischen den Programmen.

Im April diesen Jahren erschien nun die neue Version der Creative Suite – CS5. Was ist neu darin? Hier ein kurzer Überblick über die meiner Meinung nach interessantesten Neuerungen im Bildbearbeitungs-Flagschiff Photoshop:

Photoshop wartet mit einigen vielversprechenden Neuerungen bezüglich Maskierungen auf. So ist es nun noch besser möglich, schnelle, automatische Maskierungen (Quick Selection) detailliert feinzutunen. Besonders bei Objekten mit komplexen Randzonen wie Haare ist dies sehr wichtig. Die neuen Menüs bieten hier einige sinnvolle Erweiterungen wie die Vorschau des aktuell freigestellten Objektes auf verschiedenen Hintergründen (schwarz, weiß, Bild, abgesoftet etc.).

Ein weiteres, sehr cooles Werkzeug ist die neue Content-aware Fill-Funktion von Photoshop. Mit ihr ist es möglich, freigestellte Objekte zu löschen und gleichzeitig den Hintergrund automatisch auffüllen zu lassen. Das sieht in den Tutorial-Videos auf Adobe-TV extrem beeindruckend aus: Da wird ein Pferd von einer Wiese entfernt, während Gras, Zaun und Bäume wie von Zauberhand völlig realistisch ergänzt werden.

Mit der erweiterten Content-aware-Option beim Healing Brush ist es nun möglich, Retuschen extrem schnell und einfach vorzunehmen, auch bei diffizilen Bildstrukturen. In den Tutorials werden Sequenzen gezeigt, wo ganze fehlende Bildteile einfach per Content-aware-Fill aufgefüllt werden.

Weitere spannende Neuerungen sind die erweiterten HDR-Funktionen: Hier ist sogar die Simulation von beeindruckenden HDR-Fotografien auf Basis eines einzigen Bildes möglich.

Eine weitere sehr spannende Sache ist die Erweiterung von Photoshop in Richtung 3D: Die neue Puppet-Warp-Funktion ermöglicht es, anhand Kanten, Licht und Schatten ein Drahtgittermodell auf ein Objekt zu mappen – und dieses Objekt dann per reversiver Kinematik an selbst gewählten Gelenken dreidimensional steuern zu können. Das folgende Video zeigt dies eindrucksvoll bei Minute 1:40:

Weitere vielversprechende Features sind die neue Mini Bridge, die eine noch bessere Verwaltung der Assets ermöglicht und erweiterte nicht destruktive Bildbearbeitungsmöglichkeiten beinhaltet – wie die neuen Noise Reduction Filter, um effektiv und schnell Bildrauschen zu entfernen, bei gleichzeitiger Erhaltung der Bilddetails.

Beeindruckende Prdouktvorführungen. Die Frage bleibt natürlich, wie gut diese Features im Alltag bei den eigenen Projekten funktionieren werden. Die Erwartungen sind jedoch hoch.

Apropos Erwartungen: Wir erinnern uns an die Szene aus Blade Runner, wo Deckert ein Foto in einem Bildscanner so dreht und skaliert, dass er aus dem fotografierten Bild heraus um die Ecke und in Nebenräume schauen kann. Vielleicht ist das ja eines der Features, mit denen CS6 aufwarten wird. :-)

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