A weblog by pogrzeba*net

Apple und die Vorschusslorbeeren

Heute hatte ich ein Deja Vu: Letztes Jahr hatte Barack Obama den Friedensnobelpreis gewonnen. Jeder freute sich, aber auch jeder war zumindest ein klein wenig irritiert und fragte sich: Für was eigentlich? So oder so ähnlich erging es mir heute, als ich gelesen habe, dass Apple der große Gewinner bei den diesjährigen RedDot Awards für innovatives Produktdesign ist – ganz vorneweg mit dem neuen iPad.

Ich freue mich, ich gönne es Apple – aber irgendwie verstehe ich den Sinn einer so initialen Auszeichnung nicht: Denn so richtig gesehen und angefasst haben das Produkt bis dato ja noch sehr wenige. Geschweige denn, dass sich Design und Usability in der Praxis allumfassend bewährt hätten.

Apple iPad

Denn wie wir wissen, zeichnet sich gutes Produktdesign nicht nur durch seine innovativen Ideen und seine ästetischen Formen aus, sondern besticht vor allem durch seine Funktionalität und Nutzbarkeit. Daher ist es ja ein Designpreis und kein Kunstpreis, der hier vergeben wird. Vergeben für ein Produkt, das große Erwartungen an dessen Haptik weckt, aber dessen Design funktional noch zu testen ist.

Man sieht also mal wieder: Das iPad spaltet. Auch mich.

Das Auge schreibt:

Apple räumt bei „Red Dots“ ab

Die Gewinner des „Red Dot Awards“ für Industriedesign stehen fest. Die Jury verteilte insgesamt 875 Auszeichnungen und 198 lobende Erwähnungen auf die 4.252 Einsendungen. In der Spitzenkategorie führt Apple, unter anderem mit dem iPad.

Die meisten Auszeichnungen in der Spitzenkategorie „Best of the Best“ konnte Apple einheimsen. Das „Apple Industrial Design Team“ zeichnet für vier der 45 in dieser Kategorie prämierten Produkte verantwortlich, nämlich die Magic Mouse, den iMac, den iPod Shuffle und das iPad.

http://www.dasauge.de/aktuell/gestaltung/e1513

Similar posts